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WELTWEIT: Aktions-Tag gegen Trans-Diskriminierung
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Großer Erfolg für den Internationalen Aktionstag „Stopp Trans Pathologisierung 2012“ am 17. Okt. 2009
Am 17. Oktober 2009 erlebte die internationale Trans-Bewegung ihren bis dahin größten Mobilisierungserfolg. In 39 Städten in insgesamt 20 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika gingen transgeschlechtliche Menschen auf die Strasse, um auf die Pathologisierung ihrer Identitäten aufmerksam zu machen. Demonstrationen und andere Aktionen fanden in 23 europäischen Städten statt. In Berlin gab es neben einer Plakataktion am 17.10.2009 weitere spontane Aktionen. Flashmobs fanden am Hacke’schen Markt, an der Weltzeituhr am Alexanderplatz und in der Berliner S-Bahn statt.
Ausführlicher Bericht und Kontakt-Möglichkeit zu den Veranstaltern durch den Klick auf
Die Kampagne „Stopp Trans-Pathologisierung 2012“ des Trans Entpathologisierungs-Netzwerkes wird von 200 Trans-Gruppen sowie ihrer Verbündeten in 40 Ländern Europas, Afrikas, Asiens, Nord- und Südamerikas unterstützt. 111 europäische Gruppen beteiligen sich an der Kampagne, darunter 14 deutsche. Sie ist damit die erste weltweite Kampagne der internationalen Trans-Bewegung.
Diese weltweite Kampagne zur Entpathologisierung transgeschlechtlicher Menschen zielt auf die Reform internationaler Krankheitskataloge. Bis 2012 soll der DSM IV (Diagnostisches und Statistisches Handbuch psychischer Störungen der (US-)Amerikanischen Psychiatrie-Assoziation APA) überarbeitet werden. Dieser beeinflusst wiederum die bis 2014 vollzogene Revision des ICD 10 (Internationaler Klassifikationskatalog von Krankheiten und anderen Gesundheitsproblemen der Weltgesundheitsorganisation WHO). Das Ziel der Kampagne ist, dass in den beiden nachfolgenden Katalogen DSM V bzw. im ICD 11 transgeschlechtliche Menschen nicht mehr als psychisch krank denunziert werden sollen. Die Hauptforderung der Kampagne lautet daher:
„Streichung der Diagnose Geschlechtsidentitätsstörung aus den Krankheitskatalogen!“
In den letzten Jahren ist in vielen Ländern ein Anstieg transphober Gewalt zu beobachten. Forschungen zeigen, dass 2009 bereits an jedem zweiten Tag der Mord an einer Trans-Person berichtet wurde. In 2008 liegt für jeden dritten Tag eine Meldung vor.
Die Pathologisierung von Trans-Identitäten ist eine der Grundlagen einer weltweit verbreiteten Transphobie. Der Menschenrechtskommissar des Europa-Rates Thomas Hammarberg erklärte am 29. Juli 2009 auf der World Out Games Menschenrechts-Konferenz in Kopenhagen, dass die Pathologisierung von transgeschlechtlichen Menschen der Verwirklichung ihrer Menschenrechte im Wege steht.
Ansprechpartner: Dr. Carsten Balzer research[at]tgeu.org
Weitere Informationen unter:
www.transinterqueer.org http://stp2012berlin.blogsport.de/
www.tgeu.org/node/75 http://stp2012.wordpress.com
TransInterQueer e.V., eine Berliner Organisation, die 2008 den zweiten Europäischen Transgender-Council organisierte, der mit über 200 Teilnehmer_innen aus 37 Ländern das bis dahin größte internationale Transgender-Treffen darstellte, unterstützt die Kampagne mit einer Berlinweiten Plakat-Aktion.
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