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Australiens TransFrauen klagen gegen Lesben-Fest 2004
Mit einer Menschenrechts-Klage attakiert das Australian WOMAN-Network (AWN), eine Gruppe von TransGender-Aktivisten die Organisatorinnen des Australian Lesbian Festsival 2004 (Lesfest). Zum siebentägigen Festival in der Nähe von Melbourne sind laut Werbung ausschlieslich "female-born lesbians" (weiblich geborene lesbische Frauen) eingeladen. AWN-Sprecherin Karen Gurney bezeichnet diesen Ausschluss gewordener Frauen als beleidigend und diskriminierend und AWN klagt daher dagegen vor dem Zivil- und Verwaltungs-Gericht im Bundesstaat Victoria. Den Ausschluss rechtfertigt Lestfest-Sprecherin Anna Holland-More mit dem sattsam bekannten Lesben-Argument, dass ein grundlegender Unterschied bestehe zwischen einerseits weiblich und andrerseits männlich erzogenen und sozialisierten Frauen. Sie argumentiert, dass TransFrauen doch jederzeit ihre eigenen Identitäts-Treffen organisieren könnten. "Wir wollen nicht ausschliessen, sondern wir wollen nur unsere eigenständige Identität aufrechterhalten. Wir wollen nichts weiter als eine Woche zusammen zu verbringen, um wichtige Fragen zu diskutieren und unsere Kultur zu pflegen", erklärt sie. Im Lauf des Lesben-Festivals sind politische Foren geplant, und ebenso auch Kunstausstellungen, Thaeteraufführungen, Themen-Workshops und -Diskussionen. TransFrau Gurney allerdings sieht den Ausschluss als "schreiende Diskriminierung, die in ihrer Organisation Entsetzen ausgelöst hat, weil dadurch TransFrauen nicht als medizinisch und rechtlich vollwertige Frauen anerkannt werden."

(Quelle: Peter Hacker, Gay.com, Sydney; Übersetzung und red. Bearbeitung: Charis Berger "C" Okt. 2003")
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